Covid-19 und die Sorgen junger Menschen

Obwohl die Wahrscheinlichkeit, an einem schweren Fall von Covid-19 zu erkranken, bei jungen Menschen am geringsten ist, haben diese während der Pandemie viel geopfert, um zum Schutz der Risikogruppen beizutragen. Die extremen staatlichen Massnahmen, die zur Bekämpfung der Covid-19-Pandemie ergriffen wurden, haben sich unverhältnismässig stark auf die jüngeren Generationen ausgewirkt. Es ist wichtig, sich den Zusammenhang zwischen den enormen Einschränkungen und den Kosten bewusst zu machen, die vor allem bei den jüngeren Generationen entstehen. Wir sollten erkennen, dass es nicht möglich ist, das Virus durch irgendein Mass an Einschränkungen vollständig zu eliminieren. Weitere Einschränkungen werden nur noch mehr Schaden für die Zukunftsaussichten, vor allem junger Menschen, anrichten, statt deren Wohlergehen zu fördern.

Junge werden als egoistisch dargestellt
Es scheint, dass die Auswirkungen der Einschränkungen für Jugendliche und junge Erwachsene auf der Regierungsagenda ganz unten angesiedelt sind.
Es ist zutiefst beunruhigend, dass viele legitime Bedenken in Bezug auf Beschäftigungsmöglichkeiten, Bildung, soziale Kontakte und psychische Gesundheit so leicht abgetan werden. Stattdessen konzentrieren sich viele nur darauf, junge Menschen zu dämonisieren und sie als überaus egoistisch darzustellen. Im Laufe des Jahres wurde in vielen
Ländern das Bildungswesen fundamental gestört und nicht zuletzt die Jugendarbeitslosigkeit auf ein Rekordniveau getrieben. Viele der Sektoren, in denen junge Menschen traditionell eine Beschäftigung finden, sind von den staatlichen Restriktionen am stärksten betroffen. Weil junge Menschen jedoch kaum an Covid-19 erkranken, sollte es
im Interesse aller sein, die Unternehmen offen zu halten und ihnen die Chance zu geben, sich vor dem finanziellen Ruin zu retten.

Zurück zur Normalität finden
Nach meiner Auffassung wurde das Wohlergehen junger Menschen während der Krise nicht ausreichend berücksichtigt. Dies gilt insbesondere für die letzten Wochen.
Seit Beginn des akademischen Jahres wurden vor allem Studenten willkürlich behandelt. Da man ihnen sagte, dass ihre Vorlesungen
stattfinden würden, reisten junge Menschen vielerorts in ihre teuren Studentenunterkünfte. Sie glaubten, dass sich das akademische Jahr in einem Zustand relativer Normalität entfalten würde und dass ihre Anwesenheit erforderlich sei. Stattdessen stellte sich heraus, dass es besser gewesen wäre, zu Hause zu bleiben, da die meisten Kurse online durchgeführt und die Hochschulen auf unbestimmte Zeit wieder geschlossen werden. Um ein tragfähiges und langfristiges Mittel zum Schutz der am stärksten gefährdeten Personen zu finden, muss der Schwerpunkt darauf gelegt werden, jungen Menschen einen Weg zurück in die Normalität zu bieten und damit eine wiederauflebende Wirtschaft zu fördern, anstatt ihre Interessen auf unbestimmte Zeit zu ignorieren.

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