Schlusspunkt: Überparteiliches Komitee S-Bahn NEIN

Das überparteiliche Komitee S-Bahn NEIN besteht seit Anfang Juli. Das Komitee setzt sich aus 15 Personen zusammen. Es ist lose organisiert, ausserdem hat es in seiner ersten Zusammenkunft beschlossen, dass jeder mit seinem eigenen Namen auftritt und keinerlei Verpflichtungen bestehen.

Die nachfolgenden 15 Argumente sprechen für ein S-Bahn NEIN. Wir empfehlen den Stimmbürgern, das S-Bahn-Projekt abzulehnen und damit den Weg für zukunftsträchtige und nutzenstiftende Lösungen offen zu halten.

15 Argumente für ein NEIN:

  • Die seit 20 Jahren bestehende S-Bahn mit 18 Fahrten wird nur von sehr wenigen Fahrgästen benutzt. Die heute verkehrenden Züge haben noch für lange Zeit genügend Kapazität.
  • Der Anteil der S-Bahn am Grenzverkehr ist kleiner als 1% und deshalb bedeutungslos.
  • Inländer werden die S-Bahn praktisch nie und Pendler viel zu wenig nutzen, um damit eine Entlastung der Strassen zu bewirken.
  • Die Annahmen zu den Fahrgastzahlen sind unrealistisch, weil die Regierung mit einer Steigerung von bis zu 800% innerhalb von fünf Jahren rechnet. Selbst wenn die Prognose stimmen würde, wäre keine spürbare Entlastung der Strassen feststellbar.
  • Es wird über CHF 71,3 Mio. für eine Pendlerbahn und nicht über das Mobilitätskonzept abgestimmt.
  • Die S-Bahn löst die Situation der Staus in den Stosszeiten nicht und ist deshalb bedeutungslos.
  • Die S-Bahn zieht fürs Land jährliche Kosten von mindestens 2 Mio. Franken nach sich. Der Eigenfinanzierungsgrad ist nahezu null.
  • Für den Verkehrsknotenpunkt in Schaan rückt eine Lösung des Verkehrsproblems bei einer Annahme in weite Ferne.
  • 52 zusätzliche Schrankenschliessungen verschlimmern die Verkehrssituation in Schaan erheblich (Verkehrsinfarkt).
  • Schwerwiegender Eingriff in die Landschaft durch Strassenführung in Nendeln: Absenkung der heute ebenen Feldkircher Strasse auf einer Länge von 250m um bis zu 4m. Absenkung der Strasse von Eschen her um 7m.
  • Die S-Bahn-Erweiterung benötigt 175 Grundstücke, davon werden fast alle an die ÖBB übertragen. Lange Enteignungsverfahren drohen.
  • Die Verlängerung der Doppelspur bis Nendeln dient vor allem dem Fern- und Güterverkehr. Damit werden die Lärmbelastung und das Risiko durch Gefahrguttransporte zunehmen.
  • Es besteht kein Zeitdruck, diesen hat nur die ÖBB, weil sie die Infrastruktur an die gesetzlichen Anforderungen anpassen muss und die Kapazität für den Güter- und Fernverkehr steigern will.
  • Mit der S-Bahn drohen Road-Pricing (Maut) und Parkplatzbewirtschaftung (Gebühren), um damit die Menschen zum Umsteigen auf den ÖV und die S-Bahn zu zwingen.
  • Die Finanzmittel müssen für Projekte mit einem tatsächlichen Mehrwert investiert werden.

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