Gegen Sozialabbau in Liechtenstein

Die letzte AHV-Rentenerhöhung gab es im Jahr 2011. Seither ist die Rente eingefroren, weil die VU/FBP-geführte Regierung und Landtag im 2011 den Mischindex (= Schnitt zwischen Lohnindex und Preisindex) abgeschafft und durch den schweizerischen Landesindex der Konsumentenpreise (LIK) ersetzt haben.

Die Nominallöhne sind zwischen 2011 und 2020 im Schnitt um 6,2% gestiegen. In der Schweiz wurden die Renten in dieser Zeit viermal um insgesamt 3% angehoben. Die schweizerischen Rentner haben also an der allgemeinen positiven Entwicklung der Volkswirtschaft partizipieren können. Im Gegensatz dazu sind im reichen Liechtenstein die Renten seit 2011 «eingefroren» trotz einem der höchsten Pro-Kopf Einkommen weltweit! Die liechtensteinische Rentnergeneration wurde von der allgemeinen volkswirtschaftlichen Entwicklung abgehängt. Die Löhne sind seit 2011 über alle Branchen gesehen gestiegen, nur die Renten nicht. Auch die Löhne der liechtensteinischen Staatsangestellten wurden angehoben, insgesamt um 6,5%.

Es ist das erste Mal, dass in unserem reichen Land ein Sozialabbau in diesem Ausmass stattgefunden hat. Dieser Präzedenzfall sollte auch der jüngeren Generation zu denken geben. Denn auch sie wird früher oder später zur Rentnergeneration. Wer jetzt mit einem Sozialabbau einverstanden ist, muss sich später nicht wundern, wenn es in der Pension dann nicht mehr reicht. Deshalb am 26. Juni ein JA zur Abschaffung der Franchise für Rentner.

Generationensolidarität auf dem Prüfstand
Es ist also höchste Zeit, etwas für die hiesige Rentnergeneration zu tun. Die Solidarität unter den Generationen gebietet dies. Deshalb am 26. Juni ein JA zur Abschaffung der Franchise für Rentner.

Was sind schon 3,4 Millionen Franken?
Für viele für uns ist das sehr, sehr viel Geld. Und für viele Rentner ist bereits eine Entlastung von jährlich 500 Franken viel Geld. Angesichts eines aktuellen Überschusses von 224 Millionen Franken im Jahr 2021 sind die 3,4 Millionen Franken allerdings ein verhältnismässig kleiner Betrag. Ausserdem gibt das Land für viel anderes sehr viel Geld aus: Das Landesspital wird 21 Millionen teurer. Malbun wird ebenfalls mit vielen Millionen subventioniert und am Leben erhalten (CHF 650‘000.– jährlich und 5,9 Millionen allein im Jahr 2022; 20 Jahre). Davon profitieren in erster Linie die jüngeren Generationen.

Da sind die 3,4 Millionen Franken für die hiesige Rentnergeneration für die Abschaffung der Franchise geradezu ein bescheidener Betrag, der darüber hinaus mit Sicherheit am richtigen Ort investiert ist. Deshalb am 26. Juni ein JA zu Abschaffung der Franchise für Rentner.

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