Johannes Ilic – Schaanwald

Mehr und mehr kann ich mich mit der aktuellen Politik nicht mehr identifizieren, weil ich den untrüglichen Eindruck bekommen habe, dass das Volk von «denen da oben» nicht mehr wirklich vertreten wird. Die Entwicklung der letzten 30 Jahre macht für mich keinen Sinn. Früher waren Familien eher kinderreich, mein Neni hatte sechs Kinder.

Eine Familie sollte von einem Lohn leben können. Die Menschen hatten Zeit, um sich um den Garten zu kümmern, gesellten sich viel mehr, denn es fanden viele Veranstaltungen statt. Man konnte mehr oder weniger gut von einem Lohn leben, das Leben war langsamer, der Sonntag ein Ruhetag und am Samstag wurde auch selten viel getan. Schon damals wusste man, dass die Technik den Menschen unter die Arme greift und die Arbeit leichter wird.

Nun, es ist so gekommen: Die Arbeit ist technisch leichter zu bewältigen, aber heutzutage von einem Lohn zu leben, ist eine echte Herausforderung. Und wenn der Ehepartner auch arbeiten muss, stellt sich die Frage, wer auf die Kinder aufpasst, sofern ein Kind überhaupt noch in das Familienbudget passt. Ich finde das echt traurig und
möchte deshalb die Schere zwischen Arm und Reich verringern und wieder zu einer Gesellschaft kommen, in der alle aufeinander aufpassen und miteinander leben. Und natürlich die Zukunft für unsere Kinder so gestalten, dass sie es später besser und leichter haben werden als wir. Ich denke, das sollte das Ziel jeder Generation sein.

Ich meine, dass wir es unterm Strich schwerer haben als die Generation vor uns, und befürchte deshalb, dass es unsere Kinder noch schwerer haben werden. Es ist wie auf dem Aktienmarkt, was runtergeht (z.B. die Kriegsjahre), muss auch wieder hochgehen (die Generation meiner Eltern). Was aber zu schnell hochgeht (die jetzige Situation), wird auch wieder schnell runtergehen.

Deshalb will ich mich in der Politik engagieren und insbesondere für junge Familien, Geringverdiener und unsere Jugend einsetzen.

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