Roland Rick – Schaan

Landtagswahl 2021 – meine Positionen

Soziale Gerechtigkeit, insbesondere für Klein- und Kleinstunternehmer, Künstler usw., die im 2020 durch die Maschen gefallen sind (kein Ende absehbar).

Arbeitsmarkt: Vergabe von Arbeitsstellen, besonders solche bei der Landesverwaltung, erst mal an LiechtensteinerInnen, gerade in der aktuellen Situation gilt es den Abfluss von Löhnen und Kapital ins Ausland zu vermeiden.

Liechtenstein den Liechtensteinern: Keine weitere Auslagerung – insbesondere von Schlüsselpositionen – in der Landesverwaltung ins Ausland; Besetzung mit Liechtensteinern und Liechtensteinerinnen. Vermeidung von ausländischen Grüppchenbildungen in den Ämtern, was teilweise eine unschöne Verdrängung von Liechtensteinerinnen und Liechtensteinern zur Folge hat.

AHV: Statt Export von Steuergeldern lieber Unterstützung der Rentner in Liechtenstein, insbesondere staatlicher Zustupf bei Härtefällen.

Ausbildung: Direkte Förderung von liechtensteinischen Studierenden, statt nutzlose Finanzierung von Wasserköpfen (EU-Programme) und Gelder mit Bürokratie verpuffen. In den EU-Mobilitätsprogrammen ist England nicht mehr eingeschlossen (Brexit); bildungspolitisch daher keine einseitige Ausrichtung auf die EU, sondern die weltweite
Mobilität unserer Jugend und Studenten fördern. Dafür kann ruhig mehr Geld ausgegeben werden.

Tourismus: Förderung eines nachhaltigen Sommertourismus im Malbun für die LiechtensteinerInnen und die nähere Region mit dem Ziel, eine bessere Auslastung von Betten und Liften zu erreichen.

Selbstbestimmung, Freiheit und Sicherheit, jedoch Freiheit vor Sicherheit: Die Erbmonarchie auf demokratisch-parlamentarischer Grundlage mit den christlichen Werten ist die Basis dafür. Integration von Migranten, jedoch keine Duldung von Parallelgesellschaften.

Keine Champagner-Politik und Überregulierung: Viele EU-Regulierungen ergeben für unseren Kleinstaat keinen Sinn und Zweck, generieren Kosten und keinen Nutzen; es braucht kleinstaatenverträgliche Lösungen, und die Beziehungen zur Schweiz sind klar prioritär.

Kommentare

Hans Mechnig sagt:

Guten Tag Roland,

ich werde wahrscheinlich auf der Basis einer DpL-Liste wählen. Du verwendest Dich in Deinem Auftritt für die “soziale Gerechtigkeit”. Deshalb meine Frage: “Was ist der Unterschied zwischen “sozialer Gerechtigkeit” und einfacher, adjektivloser Gerechtigkeit per se?” In der Praxis hat schlussendlich höchstwahrscheinlich jeder seine eigene “soziale Gerechtigkeit”, zusätzlich noch abhängig von der Situation, in der er sich gerade befindet . Wie willst Du mit diesem Dilemma umgehen?

Für die Wahlen wünsche ich Dir alles Gute!

Roland Rick sagt:

Hallo Hans
Besten Dank für deine Frage. Liechtenstein ist wirtschaftlich sehr erfolgreich. Geht es um die Verteilung der Gewinne herrscht aber Schieflage. Die Lebenshaltungskosten in Liechtenstein sind hoch und bei vielen ist am Ende vom Zahltag noch sehr viel Monat übrig. Mein Vorbild ist da ein bisschen Norwegen, das Land mit der höchsten Wohlfahrt. Dabei geht es mir nicht darum deren Steuersätze zu kopieren, sondern zur Einstellung der Norweger, wie die erzielten Gewinne verteilt werden. Bei uns herrscht in den grossen Unternehmen – vor allem seit die grossartigen Patrons wie z.B. Martin Hilti und Gustav Ospelt nicht mehr sind – mehr und mehr die Mentalität Grenzgänger anzustellen, nicht weil die etwa die bessere Qualifikation haben wie immer behauptet wird, nein, ganz trivial weil die billiger zu haben sind. Vor allem bei der Besetzung von Amtsleiterstellen in der Landesverwaltung hat das unschöne Auswirkungen. Da sind dann rasch Vizeamtsleiter usw. die Linie durch auch mit Grenzgängern besetzt und nicht mehr mit Einheimischen. Mir wurden auch schon Fälle von Grüppchenbildung und rausmobben der Liechtensteiner und Liechtensteinerinnen zugetragen. Das kann’s ja nicht sein, dass man nicht mehr zu den eigenen Leuten schaut. Ich hoffe ich konnte deine Frage beantworten. Ansonsten einfach nochmal nachhaken.
Beste Grüsse,
Roland

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