Herta Kaufmann – Schaan

Meine politischen Wünsche für Liechtenstein sind, …

DASS in unserem Land sowohl in der Politik wie auch in der Wirtschaft mehr Frauen auf Augenhöhe mit den Männern unsere Zukunft gestalten, und dass das auch ohne Quote möglich sein sollte.

DASS mehr Transparenz auf Regierungsebene und auch im Landtag praktiziert wird. Damit auch wir «normalen» Bürger den Durchblick haben.

DASS die «Vetterli»-Wirtschaft in unseren politischen Parteien endlich verschwindet und der Vergangenheit angehört.

DASS man endlich auch mehr unsere Senioren(-innen) und deren Bedürfnisse berücksichtigt und ihnen dadurch Dankbarkeit zeigt. Denn Sie haben den Grundstein zu unserem Wohlstand gelegt.

DASS die Regierung etwas restriktiver mit unseren Staatsfinanzen umgeht und etwas zurückhaltender beim Geldausgeben wird. Investitionen in kosmetische Verschönerungen und monumentale Bauten sind im Moment nicht prioritär. «Spare in der Zeit, so hast du in der Not» haben uns schon unsere Vorfahren beigebracht. Vielleicht brauchen wir unsere «Notgroschen» schon bald bei der dritten Welle …

DASS wir die Verbindung zu unserer Kultur nicht verlieren und ein bodenständiges, menschliches und stolzes Völklein bleiben.

DASS unsere Regierungs- und Landtagsmitglieder das Ohr näher am «gewöhnlichen Volk» haben und nicht mehr versuchen, uns für dumm zu verkaufen.

Und noch der Wunsch für eine Erklärung: Warum werden bei der Landesverwaltung für 2021 plötzlich 40 neue Stellen geschaffen, wo man doch schon in den letzten beiden Jahren 51 neue Mitarbeiter eingestellt hat? Ob das vielleicht mit den kommenden Landtagswahlen im Februar zu tun hat? (Stimmenfang?). Mit über tausend Beamten haben wir schon jetzt einen unverhältnismässig aufgeblasenen Staatsapparat. D.h. prozentual verdienen ca. 2,5% unserer Bevölkerung ihre Löhne beim Staat.

Vielleicht sollte man aber noch einen zusätzlichen Mitarbeiter einstellen, um endlich einmal in den seltenen Genuss einer telefonischen Auskunft bei der Motorfahrzeugkontrolle (MFK; neu: Amt für Strassenverkehr) zu kommen, ohne sich die Finger wundzuwählen. Ich wünsche euch allen gesegnete Weihnachten.

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