Die Verwaltung, ein (zu) heisses Eisen?

Zweifellos, die Verwaltung ist ein wichtiger Pfeiler für einen funktionierenden Staat. Ohne deren Leistung und Qualität könnte unser Staat nicht existieren. So leisten viele unserer Verwaltungsangestellten geschätzte  und unerlässliche Arbeit. Trotzdem: Sparen ist auch in der Verwaltung nötig.

Unser Staatsapparat wächst seit langer Zeit, ohne dass die verantwortlichen Regierungen die Aufgaben und Kosten der Verwaltung kritisch durchleuchtet hätten. Strukturen, die über lange Zeit wachsen, entwickeln viel Positives, wie zum Beispiel Wissen und Erfahrung. Es gibt aber auch negative Entwicklungen wie Ineffizienz und Fantasielosigkeit. Private Unternehmen stellen sich diesen Herausforderungen mit Restrukturierungen. Entsprechende Massnahmen zur Veränderung sind bei den Angestellten wenig beliebt. Durch das Hinterfragen bestehender Abläufe und mit einem für alle Beteiligten transparenten Vorgehen kann aber auch eine Verwaltung schlanker und fitter gemacht werden, ohne dass die motivierten Angestellten um ihren Job fürchten müssen. Die Umsetzung entsprechender Massnahmen muss Verbesserungen mit sich bringen, die für den Einzelnen eine positive Entwicklung bedeuten können.

Doch dieses Eisen scheint der Regierung zu heiss, sie will es um alles in der Welt nicht anfassen. Dies erstaunt umso mehr vor dem Hintergrund, dass sich der Personalaufwand in den letzten 10 Jahren beinahe verdoppelt hat. Die FBP, VU und auch die FL entschuldigen dies oft und gern mit den stetig wachsenden Aufgaben, die im Zusammenhang mit der EWR-Mitgliedschaft und mit den massiven Veränderungen des Finanzplatzes einhergehen sollen. Dies allein kann aber diesen massiven Zuwachs nicht erklären. Es ist an der Zeit, die Verwaltung zu reformieren und auch dort einen sinnvollen Sparkurs einzuläuten.

Wir kommen nicht darum herum – genauso wenig wie ein privates Unternehmen nicht darum herum käme, etwas zu unternehmen, wenn die Bürokratie überhand nimmt.

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