Dorfgestaltung in Triesen

Bei der Gestaltung des Triesner Dorfzentrums ist der Wurm drin. Das Dienstleistungszentrum (DLZ) der Familie Heidegger wird zum Spielball zwischen der Gemeinde, der Regierung und den Gerichten. Die Öffentlichkeit ist weitgehend ausgeklammert und hat kaum Möglichkeiten sich einzubringen. Die Gemeindevertreter hätten auch anders handeln und die Triesner in den Prozess integrieren können. Denn ich glaube, dass sich die Triesner sehr wohl für die Gestaltung ihres Dorfs interessieren und zusätzliche Ideen die Raumplanung befruchten könnten. In anderen Gemeinden des Landes wird die Gestaltung des Dorfes öffentlich diskutiert; man darf sich fragen, weshalb das in Triesen nicht möglich ist. Klar: Das DLZ bauen Private auf ihrem Grund und Boden, was zu begrüssen ist, auch deshalb weil sich Private an Grossprojekte wagen.

Die Behörden müssen natürlich jedes eingereichte Projekt prüfen und, sofern es den baugesetzlichen und raumplanerischen Vorgaben entspricht, auch genehmigen. Entspricht das Projekt diesen Regeln nicht, kann die Gemeinde nur noch mit einem Gestaltungsplan, im Sinne eines öffentlich-rechtlichen Planungsinstruments, eine Genehmigung geben. Und dies auch nur dann, wenn ein öffentliches Interesse besteht oder der Grundeigentümer einen begründeten Antrag stellt.

Um das öffentliche Interesse nachzuweisen, stünde es den Gemeindevertretern frei, die Entscheidung durch das Volk legitimieren zu lassen. In einer öffentlichen Diskussion könnten auch zusätzliche Ideen erörtert werden, wie zum Beispiel ein alternativer Standort für das DLZ. Im Konsens zwischen der Gemeinde und den Bauherren gäbe es durchaus Möglichkeiten – auch solche die zeitnah und umgesetzt werden könnten. Die Gemeinde hätte mehre Grundstücke, die als Tauschobjekt und als Standort für ein DLZ in Frage kämen. Vielleicht wird der im Frühjahr neu gewählte Gemeinderat eine Lösung finden und die Dorfgestaltung nicht mehr im stillen Kämmerlein ausbrüten, sondern die Einwohner mit einbeziehen.

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