JUHU JUFA

Mit dem neuen JUFA Hotel wollen die Malbun-Bahn AG (und damit das Land und die Gemeinden, die 75% der Aktien halten!) gegen die zunehmende Zahl von «kalten Betten» ankämpfen und die Zahl der Passagiere der Bergbahnen erhöhen. Gemäss Aussagen der Initianten soll die gesamte Region einen Aufschwung erfahren, und es sollen Arbeitsplätze geschaffen werden. Von diesen Arbeitsplätzen sind einige auf der Webseite www.jufa.eu ausgeschrieben. So wurde beispielsweise jüngst eine/n Koch/Köchin für einen Monatslohn ab CHF 3‘250.– bei 44 Std. Wochenarbeitszeit gesucht (selbstverständlich ohne Unterkunft, aber wenigstens wird die Dienstkleidung kostenfrei zur Verfügung gestellt und die Mithilfe bei der Suche eines Mitarbeiterquartiers angeboten).

Wer aus der Region wird sich auf dieses Stelleninserat melden? Mit Sicherheit kein Einheimischer. Stellen mit einem solchen Salär werden wohl mit Ausländern besetzt. Kommt der Koch mit der Familie ins Land, dann dürfte er Anrecht auf Mietbeihilfe haben, denn die Grenze für Mietbeihilfe liegt bei einem Einkommen von CHF 70’000 p.a. Bei einem Lohn von CHF 3‘250.- x 12 zuzüglich Kindergeld von ca. CHF 8‘000 müsste das Land monatlich noch ca. CHF 440.- Mietbeihilfe zuschiessen. Und zu guter Letzt muss sich kein Liechtensteiner wundern, wenn es weiter bergabwärts geht, wenn der von unserer politischen Führungsriege geplante Aufschwung auf solchen Projekten beruhen soll.

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