Kostenbefreiung bei Schwangerschaft

Aktuell ist bei einer normal verlaufenden Schwangerschaft in der obligatorischen Grundversicherung, für festgelegte Mutterschaftsleistungen, die Mutter von der Kostenbeteiligung befreit. Hingegen gelten sämtliche Komplikationen vor oder nach der Geburt, sowohl bei der Mutter als auch beim Kind, als Krankheit und die Mutter muss sich an den Kosten beteiligen.

Mit einem Zusatzantrag möchte ich in der kommenden Landtagssitzung erreichen, dass Mütter zukünftig auch bei Krankheit und Komplikationen, sowohl bei der Mutter als auch beim Kind, ab der 13. Schwangerschaftswoche bis zur zehnten Woche nach der Niederkunft, von jeglichen Kostenbeteiligungen befreit werden. Die dadurch entstehenden zusätzlichen Kosten für die Krankenkassenversicherung (Einfluss auf Prämie) sind minimal, da allein die Franchise und der Selbstbehalt der Versicherten entfällt.

Die Geburtenrate liegt in Liechtenstein mathematisch aktuell bei 1.5 Kindern. Um ein Elternpaar in der nächsten Generation zu ersetzen, müsste die Geburtenrate jedoch 2.1 betragen.

Junge Menschen sollen beim Ziel, in der heutigen Zeit eine Familie zu gründen, besser unterstützt werden. Familien sind das Fundament unseres Staates und haben einen unbezahlbaren Wert. Gerade Eltern leisten mit der Übernahme von Erziehungs- und Betreuungspflichten einen grossen Beitrag für die Aufrechterhaltung unserer Sozial- und Umlagesysteme. Kinder zu haben ist für die Zukunft unseres Landes von enormer Wichtigkeit, bedeutet für die Eltern jedoch auch eine zusehends hohe finanzielle Belastung. Mit einer Besserstellung der Mutter während der Mutterschaft soll der Leistung junger Familien höhere Wertschätzung entgegengebracht werden. Die beantragte Gesetzesänderung schützt junge Familien bei unerwarteten Krankheiten und Komplikationen ab der 13. Schwangerschaftswoche bis zur zehnten Woche nach der Niederkunft vor zusätzlichen Kostenbeteiligungen. Für die Gesamtheit der Bevölkerung ist diese solidarische Mutterschafts-Unterstützung eine verschwindend kleine Belastung, aber für betroffene Familien eine grosse Hilfe und Absicherung.

Kommentare

Dieser Artikel hat noch keine Kommentare.

Kommentar hinterlassen

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.