LANV und Euro-Löhne

Gross war die Empörung des LANV, als die Herbert Ospelt Anstalt ohne vorherige Ankündigung in der Tierfuttersparte in Bendern Euro-Löhne einführte. Einen Streik zu organisieren sah sich der LANV ausserstande (s. VB vom 22.5.2015), weil der LANV gemäss eigenen Aussagen praktisch keine Mitglieder aus den Reihen der Ospelt-Gruppe habe und mit Nicht-Mitgliedern kein Streik organisiert werden könne.

Grundsätzlich wäre der Vorfall für den LANV jedoch eine ideale Gelegenheit gewesen, um kurzfristig neue Mitglieder bei der Ospelt-Gruppe anzuwerben. Dazu hätten die LANV-Funktionäre jedoch die Hände aus den Taschen nehmen, vor Ort die betroffenen Personen ansprechen und die Vorzüge einer Mitgliedschaft beim LANV anpreisen müssen. Dies scheint den LANV-Gewerkschaftern allerdings zu mühsam gewesen zu sein. Dabei hätte der LANV aufgrund einer mit dem Land abgeschlossenen Leistungsvereinbarung, auf Basis derer er jährlich einen Staatsbeitrag von CHF 240‘000 erhält, auch Aufgaben für alle ArbeitnehmerInnen wahrzunehmen. Die LANV-Funktionäre lamentierten jedoch lieber über die Situation, als selber aktiv zu werden. Offensichtlich lähmt der Staatsbeitrag die LANV-Funktionäre, die sich, wie’s aussieht, lieber auf ihr bequemes Funktionärsdasein konzentrieren als Initiativen zu entwickeln.

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