Liechtensteinische Gasversorgung: Geld ins Ausland! Muss das sein?

Die Verantwortlichen der Liechtensteinischen Gasversorgung (LGV) beschlossen mit Stolz, für eine CO2-Kompensation, Entwicklungs- und Schwellenländer in den nächsten zwei Jahren mit 380 000 Franken zu beglücken. Von wo diese 380 000 Franken hergenommen werden, wurde nicht gesagt. Es ist anzunehmen, nicht aus ihrer eigenen Geldtasche. Welche fernen Ländern dieses Geld erhalten, wurde verschwiegen.
Grundversorger haben in erster Linie der Bevölkerung zu dienen, anstatt im Ausland Projekte zu unterstützen. Jeder Bürger kann selber den Entwicklungsländern etwas spenden, wenn er will,  nach seinem Ermessen. Dazu brauchen wir keine Gasversorgung. Es gibt Firmen, die für Privatpersonen CO2 kompensieren, zum Beispiel: Gegen eine freiwillige Spende unterstützt die «Stiftung myclimate Zürich», angeblich, Klimaschutzprojekte in Entwicklungs- und Schwellenländern.

Der Ertrag aus dem Gasverkauf im Jahr 2016 betrug rund 25.8 Mio. Franken. Gewinn, 3.8 Mio. Franken. Das Gas hätte demnach auch für 22 Mio. Franken oder um ca. 15% günstiger geliefert werden können. Wozu muss ein Staatsbetrieb in der Grundversorgung so viel Gewinn dazuschlagen?

Nach meiner Ansicht müssen Staatsbetriebe möglichst preisgünstig und zuverlässig die Grundversorgung gewährleisten. Dazu sind sie da, mehr nicht. Es genügt wenn die Selbstkosten gedeckt sind.

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