Personalpolitik des Staates

Es waren einmal mehrere Bewerber für eine ausgeschriebene Stelle beim Staat. Die Anforderungen laut Ausschreibung erfüllten aber nicht alle dieser Bewerber. Selbstverständlich ist der Bewerber zum Zuge gekommen, der alle die geforderten Voraussetzungen erfüllte.

Das beginnt und klingt wie ein Märchen und leider ist es eines, denn dieser fähige Bewerber hat die Rechnung ohne die beiden Grossparteien gemacht. Am Ende bekam einer die Stelle, der nicht alle Kriterien der Ausschreibung erfüllte, aber eben der richtigen Partei, FBP oder VU, zugeordnet werden konnte.

Hier muss sich dringend etwas ändern, um von solchem «Päckla» der Grossparteien wegzukommen. Angestellt werden sollen die für die zu besetzende Stelle am besten geeigneten Bewerber, wobei die Inländer bevorzugt berücksichtigt werden sollen.

Leider gibt es Bereiche in der Landesverwaltung, d.h. manche Amtsstellen oder Abteilungen in diesen Ämtern, die mehrheitlich durch Ausländer besetzt sind. Es kommt vor, dass Ausländer den Liechtensteinern vorgezogen werden. Seit Anfang Jahr ist eine Zürcherin die neue Leiterin des Amtes für Statistik. Diese Frau ist bestimmt entsprechend gut qualifiziert, das soll gar nicht angezweifelt werden. Es gab aber auch mehr als eine Liechtensteiner Bewerbung, sogar aus dem Amt für Statistik selbst. Warum wurde kein Liechtensteiner bevorzugt berücksichtigt, wenn die Qualifikationen stimmten? Man muss sich dies vielleicht damit erklären, dass die Regierung so kurz vor den Wahlen sich nicht für einen Parteigänger der FBP oder VU entscheiden wollte. Lieber einen Ausländer anstellen, denkt man sich wohl, als den einen oder andern Liechtensteiner (inkl. seiner Familie) zu erzürnen. Doch mit dieser Vorgehensweise hat es die Regierung geschafft, die Liechtensteinerinnen und Liechtensteiner aller politischen Farben wieder einmal vor den Kopf zu stossen.

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