Radio L

Der Verkauf von Radio L wurde jüngst von der Regierung u.a. aus dem Grund abgelehnt, dass der aktuelle Marktwert des Senders deutlich höher liege. Wie hoch dieser Marktwert ist, hat die Regierung allerdings nicht dargelegt. Vermutlich müsste dazu zuerst ein teures Gutachten in Auftrag gegeben werden. Dabei braucht es nicht viel Grips, um zu sehen, dass ein Radiosender, der jährlich mehr als Fr. 1.5 Millionen Staatsgelder verschlingt, aktuell einen Verlustvortrag von 0.53 Mio. hat und mit seiner Tätigkeit lediglich knapp 50 % seiner Aufwendungen decken kann, kaum einen hohen Marktwert haben kann. Die drei Millionen, welche die Regierung beim Kauf des Radio L im 2003 bezahlt hat, dürften bei einem allfälligen Verkauf mit Sicherheit nicht erzielt werden können. Für die Regierung ist es wohl einfacher, eine Rundfunkgebühr einzuführen, als einzugestehen, dass man mit dem Sender in den letzten 10 Jahren ca. 20 Mio. in den Sand gesetzt hat.

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