Ist der Post das Geld ausgegangen?

Es ist bekannt, wenn ein Bürge notwendig wird, fehlt meistens Geld. Die Geschäftsleitung der Post stellte fest, 13.5 Mio. fehlen, um den finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Die schweizerische Post bot einen Kredit an. 13.5 Mio. Franken, Laufzeit 7 Jahre und Zinssatz 0.9%, aber nur gegen eine Sicherheit, eine Bürgschaft. Der Landtag hat eingewilligt. Möglich ist, dass der Staat, indirekt die Bürger, in 7 Jahren den Kredit in voller Höhe abzahlen müssen. «Bürga tuat würga». Die schweizerische Post gewinnt, mit Staatsgarantie. Stammt Bürger von Bürge ab?

Die Lage
Die Pensionskasse habe die Post in diese Lage gebracht. Das ist eine Halbwahrheit. In Wirklichkeit hat die Post mit ihren neuen Firmen im Ausland zusätzlich Kapital in Millionenhöhe verloren. Was hat unsere Post im Ausland zu suchen? Die Mitarbeiter in Liechtenstein machen unter schwierigen Bedingungen Gewinn. Die Mitarbeiter in den Auslandbüros verheizten diesen Gewinn sofort und gleich mehrfach. Milli-

onenverluste im Ausland sind Fakt. Die Pensionskasse sei der Sündenbock. Eine Taktik, um die Wahrheit zu verbergen. Ohne die Verluste dieser Firmen hätte die Post die Pensionskasse finanzieren können. Der Landtag hat keinen Einblick in die Geschäftsbücher dieser neuen Firmen. Fest steht, die inländische Grundversorgung muss notfalls mit Steuergeldern aufrechterhalten werden, aber sicher nicht defizitäre Firmen auf anderen Kontinenten. Das ist meine Meinung.

Die Auslandfirmen
Der Landtag erhielt wenige Detailinformationen, nachfolgend das Ergebnis einer Internet-Recherche, also ohne Gewähr. 2011 hat unsere Post die österreichische Internetfirma DIG AG in Linz (A) gekauft. Der Kaufpreis ist unbekannt. Die liecht. Post kaufte im Weiteren der Firma bmb media investors AG Berlin ihre 34.3% Beteiligung an der Firma Newtron AG in Dresden für einen siebenstelligen Eurobetrag ab. Die Transaktion brachte der bmb Berlin im 4. Quartal 2012 einen zusätzlichen Euro-Gewinn im mittleren sechsstelligen Bereich – finanziert durch die Post in FL. Die Post fusionierte die beiden Firmen, DIGnewtron wurde geboren. Die liecht. Post baute in der Folge ein Netzwerk mit folgenden Firmen auf:

DIGnewtron Linz (A)
DIGnewtron Dresden (D)
DIGnewtron Springfield (USA)
DIGnewtron Hamburg (D)
DIGnewtron Brasilien
DIGnewtron Starnberg (D)
DIGnewtron Shanghai (China)
DIGnewtron Zürich (CH)
DIGnewtron Tokio Japan
und die
Liechtensteinische Post
Beteiligungs-GmbH Linz (A).

Die liecht. Post besitzt 100% Aktienanteile der Firma Beteiligungs-GmbH Linz und diese wiederum besitzt 100% der DIGnewtron Aktien. Weil der Staat Liechtenstein 75% Aktien der Post besitzt, ist er mitgefangen. Die Expansion im Ausland ist aus den Rudern gelaufen, Millionen Verluste, die Post kann‘s nicht mehr verkraften. Das vorhandene Kontroll- und Führungsgesetz (Corporate Governance) genügt nicht.

Die Pensionskasse
In Liechtenstein ist gemäss Gesetz der Arbeitgeber für die die Ausfinanzierung einer defizitären Pensionskasse zuständig. Dies gilt für Gewerbe- und andere Betriebe, auch für die Post. Geht die Pensionskasse des Betriebes in Unterdeckung, sollten laufend Gelder für eine allfällige Ausfinanzierung zurückgestellt werden. Letztendlich ist der Arbeitgeber für die Sparvermögen der Arbeitnehmer und die versprochenen Renten haftbar. Seit mehr als zehn Jahren war die Unterdeckung der staatlichen Pensionskasse bekannt, nichts wurde gemacht. Jetzt ist die Stunde der Wahrheit gekommen: Das Geld fehlt, 13.5 Mio. Franken läpperten sich zusammen und müssen jetzt ohne Aufschub bezahlt werden. Dazu noch die Defizite im Ausland. Der Blick nach vorne fehlte.

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