Thomas Rehak – Triesen

Intakte Staatsfinanzen und genügend finanzielle Reserven für Krisenzeiten sind für unseren Kleinstaat essenziell. Dafür müssen wir besonders in der kommenden Legislatur Sorge tragen. Wir leben in einem souveränen Staat und müssen unser Selbstbestimmungsrecht bestmöglich erhalten. Mit unserer dualistischen Staatsform und unserer
christlichen Staatsreligion hat sich Liechtenstein zu einem erfolgreichen Staat entwickelt. Dies gilt es zu bewahren. Das bedeutet gleichzeitig aber auch, dass wir uns weiterentwickeln und den wachsenden Herausforderungen stellen.

Die Lohnschere geht immer weiter auseinander. Dagegen gilt es anzukämpfen. Um die Altersvorsorge finanzieren zu können, müssen die Erwerbstätigen immer länger im Arbeitsprozess bleiben. Andererseits finden ältere Arbeitnehmer oder Wiedereinsteiger kaum noch eine Beschäftigung, während immer mehr Personal aus dem Ausland rekrutiert wird. Auch diese Probleme müssen adressiert werden.

Der Staat investiert in den kommenden zehn Jahren CHF 230 Mio. in Hochbauten. Dabei muss der Staat als Auftraggeber besorgt sein, dass unser Gewerbe die Aufträge ausführen kann. Dadurch wird unser duales Bildungssystem gestärkt, welches weiterhin ein wichtiger Grundpfeiler für gut ausgebildete Arbeitskräfte sein soll.

Die Bildung ist unser wichtigstes Kapital, in das wir investieren sollten. Wir brauchen gut ausgebildete Lehrpersonen, die sich auf den Unterricht und auf die Schüler fokussieren können. Dazu brauchen wir aber kein Erasmus-Programm, um Geld nach Brüssel zu schicken, um dann zu versuchen, dieses mit einem unverhältnismässigen Bürokratieaufwand zurückzuholen. Dieses Geld können wir zielgerichteter für Sprachaufenthalte unserer Jugend einsetzen.

Unser politisches System braucht eine starke Opposition, welche die Regierung und die Regierungsparteien kontrolliert und den Finger auf wunde Punkte legt und transparent macht. Nur eine starke Opposition kann eine wirksame politische Kontrolle wahrnehmen.

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