Turnhalle Triesen

Geschlossene Hallen wegen Einsturzgefahr kannten wir bisher nur aus den Nachrichten, betroffen waren wir im Land selbst nie. Unsere Kinder turnen während der Schulzeit oder auch in der Freizeit in Anlagen, welche als sicher betrachtet werden, im Wissen, dass es absolute Sicherheit nicht gibt und Fehler passieren. Unsere Hallen werden zwar regelmässig überprüft, aber statische Probleme bleiben meist unerkannt, da sie augenscheinlich kaum oder gar nicht erkennbar sind. Auch in der Turnhalle in Triesen ist das Problem lange Zeit unerkannt geblieben.

Glücklicherweise ist nichts passiert, das steht natürlich neben den unangenehmen Folgen im Vordergrund. Das Problem an der Deckenkonstruktion wurde zum Glück und eher zufällig bei Reparaturarbeiten an der Hallentrennwand erkannt. Nach dem Erkennen des Problems haben die Behörden sehr gut, schnell und professionell gehandelt. Wenn ich mich aber recht erinnere, ist schon vor einigen Jahren ein Deckenelement genau in dieser Turnhalle heruntergefallen, ich bin zwar ein Laie, aber dies könnte ja auch ein Indiz für statische Probleme gewesen sein. In Zukunft müssten bei solchen, zum Glück seltenen Vorfällen vielleicht auch statische Aspekte geprüft werden.

Grundsätzlich ist nun das Amt für Bau und Infrastruktur gefordert sich Gedanken zu machen, wie solche und ähnliche Probleme schon frühzeitig, das heisst in der Planung, erkannt und behoben werden können. Dies vor allem bei öffentlichen Bauwerken, die eine lange Nutzungsdauer aufweisen und in denen eine grosse Anzahl von Personen gefährdet sein könnte. Ich denke dabei insbesondere an Turnhallen, Schulen, Schwimmbäder, Saalbauten und grössere Brückenbauwerke.

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