Wer löffelt die Postsuppe aus?

So wie es bis dato aussieht, allein die Postboten! Diesen wird die Zeit, welche sie für die Ausbringung der Post bezahlt bekommen, am Laufmeter gekürzt. Im vergangenen Winter hat es noch geheissen, dass die Postangestellten ihre geleistete Überzeit im Sommer kompensieren können. Dieses Versprechen der obersten Pöstler hat sich leider in Luft aufgelöst. Selbst in den normalerweise ruhigeren Sommermonaten leisten viele Postboten unbezahlte Überzeit. Die Post bewegt sich seit dem verlustreichen Auslandexperiment, bei dem die Verantwortlichen weit über CHF 20 Mio. in den Sand gesetzt haben, finanziell in einem sehr engen Korsett. Es kann und darf nicht sein, dass die Verantwortlichen des Desasters ungeschoren davonkommen, während bei den Postboten gespart wird. Damit die Postboten nicht total unter die Räder kommen, müssen Stempeluhren zum Festhalten der effektiv geleisteten Arbeitszeit eingeführt werden. Es muss von der Postleitung sichergestellt werden, dass die Postboten ihre geleistete Arbeitszeit auch bezahlt bekommen. Weiters erwarten wir, dass der zuständige Minister Daniel Risch endlich mit Sanktionsvorschlägen gegenüber den Verantwortlichen des Post-Debakels aufwartet. Sein Nichtstun ist wohl darin begründet, dass er Gras darüber wachsen lassen und seine Parteikollegen und ehemaligen Vorgesetzten im Post-Verwaltungsrat verschonen möchte. Wir erwarten verbindliche Massnahmen und eine arbeitsrechtskonforme Behandlung der Postboten.

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